Im Oktober 2024 startete unser einjähriges Projekt „Nicht ohne uns über uns – Generationsübergreifende Narrative von Sinti und Roma“, das Jugendliche aus Köln und Hamm einlädt, sich mit der Geschichte ihrer Familien auseinanderzusetzen und ihre Stimmen sichtbar zu machen.
In einem geschützten Raum in der Gemeinde Kangeri in Köln erleben die Teilnehmenden Offenheit, Vertrauen und Anerkennung. Viele von ihnen sprechen hier zum ersten Mal offen über ihre Identität als Sinti oder Roma, über Rassismus-Erfahrungen und ihre Fragen zur eigenen Herkunft. Unterstützt werden sie dabei von den Projektleiter*innen Romina Kirsch und Jonny Weiss.
Zwölf Jugendliche im Alter von 12 bis 24 Jahren gestalten das Projekt aktiv mit. Sie führen biografische Interviews mit Angehörigen der Nachfolgegenerationen des nationalsozialistischen Völkermords, sammeln Geschichten über Verfolgung, Widerstand und das Weiterleben danach – und wachsen dabei über sich hinaus. Die Arbeit mit diesen sensiblen Themen ist herausfordernd, aber sie stärkt Selbstbewusstsein, Perspektivwechsel und Stolz auf die eigene Kultur.
Begleitet wird das Projekt fotografisch von André Bornhöfft, der mit viel Feingefühl die Entwicklung der Jugendlichen dokumentiert. Fachlich und konzeptionell begleitet Prof. Dr. Elizabeta Jonuz das Projekt. Als Sozialwissenschaftlerin mit eigener Familiengeschichte bringt sie fundiertes Wissen und persönliche Perspektiven ein.
Die Ergebnisse der Interviews und die daraus entstandenen künstlerischen und dokumentarischen Arbeiten werden in einer Wanderausstellung präsentiert, die im Oktober 2025 in Bergheim feierlich eröffnet wird. Ziel ist es, nicht nur die Geschichten von Sinti und Roma sichtbar zu machen, sondern auch zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Rassismus, Erinnerung und gesellschaftlicher Verantwortung anzuregen.

























Die Ergebnisse der Interviews und die daraus entstandenen künstlerischen und dokumentarischen Arbeiten werden in einer Wanderausstellung präsentiert, die im Oktober 2025 in Bergheim feierlich eröffnet wird. Ziel ist es, nicht nur die Geschichten von Sinti und Roma sichtbar zu machen, sondern auch zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Rassismus, Erinnerung und gesellschaftlicher Verantwortung anzuregen.

Gefördert wird das Projekt durch das Programm „JUGEND erinnert vor Ort & engagiert“, das durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) finanziert wird.
Das Programm ist Teil des Clusters „Bilden für lebendiges Erinnern“ und zielt darauf ab, junge Menschen aktiv in erinnerungskulturelle Projekte einzubeziehen. Es unterstützt Vorhaben, die sich mit dem Nationalsozialismus, seinen Verbrechen sowie deren Vor- und Nachgeschichte auseinandersetzen.
Erinnern heißt verändern – und die Erzählung in die eigenen Hände nehmen.